Das Magazin

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Transkript

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00:00:09: Jeden Tag derselbe Weg, von der Heimat zur Uni und wieder zurück.

00:00:14: Für viele Studenten ist das Pendeln Routine für manche ein notwendiges Übel.

00:00:18: doch was bedeutet es eigentlich jeden tag unterwegs zu sein ob mit Bahn Auto oder Bus?

00:00:24: Das tägliche hin und her prägt das Leben vieler Studis.

00:00:27: in Deutschland wohnt ungefähr ein Viertel der Studierenden noch bei den Eltern und pendelt regelmäßig zur Hochschule.

00:00:34: Grund dafür sind vor allem knappere und teure WG-Zimmer in vielen Unistätten.

00:00:39: Also zu Hause wohnen und Geld sparen, aber dafür morgens früher aufstehen und abends später ins Bett.

00:00:45: Auf unserem Campus haben wir nachgefragt wie lange der Weg zur Hochschule eigentlich ist.

00:00:50: Mit dem Auto brauche ich zwei Stunden zur Uni und mit dem Zug brauche so zwei Stunden und zwanzig Minuten.

00:00:56: Ich

00:00:57: fahre im Durchschnitt ungefähr drei Stunden zur uni wenn Staus auch mal so dreieinhalb

00:01:02: Und das sind keine Einzelfälle.

00:01:04: Viele der Studierenden in Deutschland pennen weit über fünfzig Kilometer Jeden Studientag.

00:01:10: Das bedeutet schnell zwei bis drei Stunden am Tag im Bus, Zug oder Auto Zeit in der man nicht lernt, nicht arbeitet und auch nicht wirklich entspannt.

00:01:20: Warum entscheidet man sich trotzdem fürs Pendeln und nicht fürs WG-Zimmer direkt am Campus?

00:01:24: Ich wollte unbedingt den Studiengang hier am Campus Link studieren, bekomme allerdings keinen Barfuck oder sonstiges.

00:01:30: Und kann mir deshalb eine Wohnung im Umfeld nicht leisten und Pendel daher.

00:01:34: Also

00:01:35: ich fahr tatsächlich nur die Wochenenden nach Hause.

00:01:37: Das ist manchmal dann nicht so einfach alles unter einen Hut zu bekommen gerade auch mit der Uni und Gruppenarbeiten.

00:01:41: Familie, Partner oder Freundin in der Heimat aber auch Geld spielen also eine große Rolle.

00:01:47: Der Preis für diesen Kompromiss ist allerdings hoch, vor allem was Energie und Gesundheit angeht.

00:01:53: Auf unsere Frage wie fühlst du dich damit?

00:01:55: bekommen wir sehr klare Antworten.

00:01:57: Also ich fühle mich am Ende des Tages erschöpft.

00:01:59: Dieses ganze Hin und Her Pendeln macht einen Müde, auch wenn man morgens eine Vorlesung hat und dann schon relativ früh wach sein muss und erst abends spät nach Hause kommt ist das für den Körper immer eine große Belastung.

00:02:12: Ich fühl mich manchmal ein bisschen gestresst weil es anstrengend ist jedes Mal einer nachhause zu fahren und da spielt natürlich auch Fomo eine große Rolle.

00:02:21: was zu verpassen, weil die ganzen Partys und so sind ja dann auch am Wochenende.

00:02:24: Und dann hat man schon Angst sich nicht richtig eingliedern zu

00:02:27: können.".

00:02:28: Das passt zudem, was Forschungen zum Pendeln allgemein zeigen.

00:02:31: Je länger der Arbeits- oder Studienweg, desto größer werden Stress, Erschöpfung und Unzufriedenheit mit der eigenen Work-Life Balance.

00:02:39: Schon ab ungefähr fortyfünf Minuten einfach im Weg steigt das Risiko für gesundheitliche Probleme und psychische Belastung spürbar an.

00:02:47: Pendeln beeinflusst aber nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Campusleben.

00:02:51: Wer abends den letzten Zug kriegen muss, geht nicht spontan auf Partys und verpasst vielleicht auch die ein oder andere Chance, Leute kennenzulernen.

00:02:59: Viele Pendelstudies kennen das Gefühl dazwischen zu leben – nie ganz weg von Zuhause, aber auch nie komplett im Campusalltag angekommen!

00:03:06: Trotzdem versuchen viele das Beste daraus zu machen.

00:03:09: Stundenpläne werden so gelegt dass sich Veranstaltungen auf wenige Tage bündeln.

00:03:13: Klar ist aber auch Pendeln ist oft keine freiwillige Entscheidung, sondern das Ergebnis von hohen Mieten zu wenig Wohnheimplätzen und begrenztem Geldbeutel.

00:03:22: Kombiniert mit der Angst den Kontakt zur Familie- und Freundeskreise zu verlieren.

00:03:26: Umso wichtiger ist es, dass Hochschulen und Politik diese Realität mitdenken – etwa bei Wohnraum-, Semestertickets oder der Planung von Präsenz und Onlineangeboten.

Über diesen Podcast

Wortgewand, wissensintensiv und musikalisch: das ist die Messlatte, die das Campus-Radio-Team der Hochschule Osnabrück sich gesteckt hat. Seit über zwanzig Jahren gehen die Studierenden des Instituts für Kommunikationsmanagement on air. Zu ihrem Portfolio gehören zahlreiche Magazinformate, Konzertübertragungen und Diskussionsforen. Ausgestrahlt werden die studentischen Sendungen auf der Ems-Vechte-Welle, dem lokalen Radiosender der Region (UKW 95,6 und www.emsvechtewelle.de). Zum Campus-Radio Team gehören jedes Jahr rund 30 Studierende des Bachelor Studiengangs Kommunikationsmanagement, die unter der Leitung von Prof. Dr. Margareta Bloom-Schinnerl vielseitige Beiträge für unterschiedliche Formate produzieren

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